Fakten für Personalentscheider

Jedes Unternehmen muss seine Chancen genau analysieren und konsequent nutzen

"Die Politik kann bessere Rahmenbedingungen schaffen, aber jedes Unternehmen muss seine eigenen Chancen genau analysieren und konsequent nutzen", sagte der Deutschlandchef von McKinsey & Company, Frank Mattern in Berlin in einem gemeinsamen Pressegespräch mit Bundesministerin von der Leyen als er die neue McKinsey-Studie "Wettbewerbsfaktor Fachkräfte – Strategien für Deutschlands Unternehmen" vorstellte.

Quelle: McKinsey-Studie 2012, Pressemitteilung

Fakten

  • Die Neubesetzung von freigewordenen Stellen dauert zwischen 3 bis 9 Monate.
  • Ein eingearbeiteter Mitarbeiter, der das Unternehmen verlässt, kostet zwischen 7.000 EUR und 12.000 EUR.
  • Bis 2030 entsteht ein Personal- und Fachkräftemangel von 5,5 Mio Personen.
  • Bis 2050 wird die Anzahl der 20- bis 60jährigen um 35% abnehmen und die Zahl der Rentner um 55% zunehmen.
  • Bis zum Jahr 2019 steigt das Durchschnittsalter in den Belegschaften deutscher Firmen um ca. 4,6 Jahre an.

Ergebnisse der Mercer-Studie "What's working"

  • Ein Drittel der Arbeitnehmer in Deutschland denkt ernsthaft darüber nach, das Unternehmen zu wechseln.
  • Der Anteil der Wechselwilligen liegt bei unter den bis 24-Jährigen sogar fast bei 50 und bei den 25- bis 34-Jährigen um 40 Prozent.
  • Auch bei den 55- bis 64-Jährigen ist die Wechselbereitschaft mit 21 Prozent noch relativ hoch.
  • Insgesamt sind Männer wechselwilliger als Frauen (36 Prozent bzw. 29 Prozent). Bei den Managern liegt der Anteil der Wechselbereiten bei 47 Prozent.

Im Rahmen der Studie wurden im ersten Halbjahr 2011 rund 30.000 Mitarbeiter aus 17 verschiedenen Ländern, darunter über 2000 Angestellte aus Deutschland, zu verschiedenen Aspekten des Mitarbeiterengagements befragt.

Alternativen zu Stellenausschreibungen

"Auch wird es in Zukunft für Unternehmen immer wichtiger, dass Mitarbeiter und Führungskräfte flexibel – auch über ihren eigentlichen Aufgabenbereich oder die Stellenbeschreibung hinaus – agieren. In einer modernen und agilen Arbeitswelt braucht man Mitarbeiter, die selbstorganisiert, vernetzt, eigenverantwortlich und auch über den Tellerrand hinaus denken und handeln ..."

Dr. Yasmin Kurzhals in "Human Resources Manager", März 2017

Deutsche Bahn AG

Die Deutsche Bahn AG sucht bis 2020 neue 80.000 Mitarbeiter.

Ingenieurmangel

Das Durchschnittsalter der Ingenieure in Deutschland liegt zwischen 50 und 51 Jahren. Das heißt, in den kommenden 15 Jahren verschwindet die Hälfte der Ingenieure vom Arbeitsmarkt.

Fachkräftemangel kostet viel Geld

Hannover. Viele deutsche Unternehmen müssen um jeden verfügbaren Ingenieur kämpfen. Der sich verschärfende Mangel an qualifizierten Kräften führt inzwischen zu Milliardeneinbußen. Bundesweit seien derzeit mehr als 110.000 Stellen offen, berichtete der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) auf der derzeit laufenden Hannover Messe. Einer gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln erarbeiteten Studie zufolge summiert sich der Verlust an Wertschöpfung durch nichtbesetzte Jobs mittlerweile auf 8 Mrd €. Der massive Mangel an qualifiziertem Nachwuchs ist eine ernste Gefahr.

dpa, 24.04.2012

Tausende neue Industrie-Jobs

Wiesbaden. Die deutsche Industrie schafft weiter Tausende neue Jobs. Ungeachtet der Staatsschuldenkrise und der zuletzt lahm- enden Konjunktur stieg die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe im Februar auf den höchsten Stand seit Dezember 2008, berichtete das Statistische Bundesamt. Insgesmt waren in den Industriebetrieben mit 50 und mehr Beschäftigten Ende Februar 2012 5,2 Mio. Menschen tätig. Das waren 168.300 oder 3,4 Prozent mehr als im Februar 2011. Gegenüber dem Vormonat Januar beschäftigte die Industrie 17.500 Menschen mehr.

Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden nahm im Februar auf Jahressicht um 5,4 Prozent zu und erreichte 694 Mio. Stunden. Es gab einen Arbeitstag mehr als im Februar 2011. Die Entgelte stiegen um 5,2 Prozent auf 17,9 Mrd. Euro. Besonders deutlich erhöhten sich die Beschäftigtenzahlen in der Herstellung von Metallerzeugnissen (plus 5,3 Prozent) sowie im Maschinenbau und der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (je plus 5,0 Prozent).

dpa, 17.4.2012

Demografischer Wandel verlangt Umdenken im HR-bereich

Handlungsbedarf wird aktuell in punkto Personalbeschaffung und Karrieremanagement, mittelfristig in der betrieblichen Altersversorgung und im Vergütungsmanagement identifiziert. Nahezu alle Unternehmen sehen in der Bewältigung des demografischen Wandels eine wesentliche Voraussetzung für ihren künftigen Unternehmenserfolg.

Quelle: Towers-Watson-Studie Demografischer Wandel – Status Quo und Herausforderungen für Unternehmen in Deutschland, 2011

Wettbewerbsfaktor Fachkräfte

"Unternehmen, die heute vorausschauend handeln, können die negativen Folgen eines verknappten Angebots an Fachkräften mindern – und zugleich den Wettbewerbsfaktor Personal zu ihrem Vorteil nutzen."

Quelle: McKinsey, Wettbewerbsfaktor Fachkräfte, 2011

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